Das Hans-Furler-Gymnasium Oberkirch

Das Hans-Furler-Gymnasium Oberkirch ist benannt nach Professor Dr. Hans Furler (1904 -1975). Furler war 1953 - 1972 Mitglied des Deutschen Bundestages. Als überzeugter Europäer war er an der deutsch-französischen Aussöhnung beteiligt und war in den Jahren 1956 - 58 Präsident der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl. Als Nachfolger Robert Schumans und als erster Deutscher bekleidete er 1960 - 62 das Amt des Präsidenten des Europäischen Parlamentes. Ganz im Sinne seines Namensgebers hat sich das Hans Furler- Gymnasium in den Dienst des europäischen Gedankens gestellt und pflegt Kontakte und Schüleraustausch mit Schulen in Wales, Frankreich, Ungarn, Rußland und Italien.

Einzugsgebiet des HFG ist das gesamte Renchtal bis Bad Griesbach. Schon 1880 war in Oberkirch in privater Initiative eine höhere Bürgerschule gegründet worden. Sie wurde 1905 in eine staatliche, sechsklassige Realschule umgewandelt. Von 1907 bis 1920 besuchten auch Schüler aus Elsaß-Lothringen die Oberkircher Realschule; sie waren in einem selbständig geführten Schülerheim, dem Pädagogium Nußhag, untergebracht.

Ursprünglich befanden sich die Räumlichkeiten der Schule im wilhelminischen Gebäude der Volksschule. 1960 wurde neben diesem Gebäude in der Schwarzwaldstraße für das Progymnasium ein Neubau errichtet. Die steigenden Schülerzahlen machten einen Neubau erforderlich, der südlich der Rench an der Butschbacher Straße errichtet wurde. Er wurde am 22. Mai 1976 eingeweiht. Inzwischen war es möglich, in Oberkirch auch Abitur zu machen. 1968 war der Ausbau zur Vollanstalt genehmigt worden.

Das erste Gymnasium im Renchtal war die Schule des Klosters Allerheiligen. Die Niederlassung der Prämonstratenser erlebte während des Spätbarock und der Auflklärung eine wissenschaftliche Blüte und beherbergte während der Französischen Revolution auch das Priesterseminar des Bistums Straßburg. Mit der Säkularisation der Abtei 1802 war auch die Klosterschule aufgehoben worden.